Der Verein

Aus der Vereinsgeschichte:

Am 15. August 1932 trafen sich einige Hahler Bürger mit dem Ziel, einen Schützenverein aus der Taufe zu heben. Es sammelte sich in der Gaststätte Könemann im Dorf eine stattliche Interessentenschar und man wählte den ersten Vorstand, der sich aus folgenden Personen zusammensetzte:1. Vorsitzender: Heinrich Römming2. Vorsitzender: Fritz Duffert1. Schriftführer: Wilhelm FrederkingDie Gründer des Vereins hatten es sich zur Aufgabe gemacht, das sportliche Schießen zu pflegen und zu fördern.Der Verein erhielt den Namen „Auf’s Blatt“ Hahlen.Bereits nach einem Jahr wechselte der Vorsitz zum Schützenbruder Fritz Duffert über.
Von den Gründungsmitgliedern lebt heute leider niemand mehr, jedoch noch ein Mitglied, welches im Gründungsjahr dem Verein beitrat: Unser heutiger Ehrenvorsitzender Heinrich Schäkel.Im Jahre 1932 erfolgte auch der Beitritt zum eben erst gegründeten Amtsschützenverband Hartum.Der erste Schießstand wurde im Garten des Schützenbruders Wilhelm Finke errichtet. Dort trafen sich des Sonntags viele Jahre die Schützen um in gemütlicher Runde dem Schießsport nachzugehen.Schon im Jahre 1935 konnte Wilhelm Schäkel als junger Schütze die Würde eines Amtsschützenkönigs des Amtes Hartum erringen.Ein besonderes schießsportliches Ereignis war im Jahre 1936 zu verzeichnen, als der Jungschütze Heinrich Schäkel 1. Sieger beim KK-Schießen des Gaues Weser-Ems wurde.Das 1. Volksschützenfest feierte der Verein 1939. Schützenkönig wurde der Schützenbruder Wilhelm Schäkel.Aber nur wenige Jahre war es den Schützen vergönnt dem Schießsport nachzugehen. 1939 brach der 2. Weltkrieg aus und der Schießsport musste eingestellt werden. Auch das Vereinsleben kam dadurch zum Erliegen. Viele Schützenbrüder wurden zum Kriegsdienst eingezogen.Bereits Anfang der 50er Jahre fanden sich einige Schützenbrüder bereit, den 1932 gegründeten Verein wieder ins Leben zurückzurufen.Die Absicht den Schießsport wieder im Garten des Schützenbruders Wilhelm Finke auszuüben, ließen die schießsportlichen Sicherheitsbestimmungen nicht zu.

 

Im Jahre 1958 wurde endgültig die Widergeburt des Vereins vollzogen. Erster Vorsitzender wurde seinerzeit Heinrich Dröge, der nach kurzer Zeit den Vorsitz an Wilhelm Bandt abgab. Mit Wilhelm Bandt übernahm ein jüngerer Schützenfreund voller Energie und Schaffenskraft die Leitung des Vereins.Im Keller der Gaststätte Könemann wurde auf einem inzwischen behördlich genehmigten Schießstand das Übungsschießen durchgeführt.Das erste Königsschießen fand in Könemann’s Saal im Dorfe statt.Schon 1959 konnte dann das erste Volksschützenfest nach dem Kriege durchgeführt werden und Heinrich Strubel errang die Würde des Schützenkönigs.Im Jahre 1962 erhielt dann der Verein, Dank der Unterstützung des Gastwirtes Heinrich Becker, in seinem Neubau einen neuen Schießstand am Petershäger Weg. Hier konnte nun ordnungsgemäß der Schießbetrieb aufgenommen werden und die Schützen waren darüber sehr froh. Alle Jahre wieder wurde dann das Volksschützenfest gefeiert.In voller Harmonie erfreuten sich jung und alt dieser Feste. Man erwog in den gleichen Jahren die Anschaffung einer Vereinsfahne. Hierfür sammelten die Vereinskameraden Gustav Zellmer, Albert Frederking, Wilhelm Veit und Wilhelm Schäkel das Geld von Freunden und Gönnern. Schon bald konnte die Fahne in Auftrag gegeben werden. Die Fahnenweihe wurde mit einem vorher durchgeführten Großen Zapfenstreich – anlässlich des Volksschützenfestes im Jahre 1963 – durchgeführt.Durch intensives Training blieben dann die schießsportlichen Erfolge nicht aus. Im Jahre 1965 und 1968 wurde Rainer Girth Amtsschützenkönig des Amtsverbandes Hartum. Anlässlich des Bundesschießens in Hannover im Jahre 1965 wurde Rainer Girth aufgrund seiner erzielten Schießergebnisse zum 1. Knappen (Vizemeister) geschlagen.

schiessstand2Ebenfalls 1968 wurde dann Paul Dietrich beim Adlerschießen in der Kiesgrube Hohe Horst in Nordhemmern Kreisschützenkönig.Nicht nur Einzelschützen erzielten gute Leistungen. So konnten im Jahre 1972 die Schützen in der Schützenklasse das Amtsbanner es Amtes Hartum für den Verein erreichen.Ein besonderer Höhepunkt in der Vereinsgeschichte der letzten Jahrzehnte war bis hierher die 40-Jahrfeier 1972 auf dem Sportplatz in Hahlen.Da die Schützen auf dem bisherigen Schießstand nur mit dem Luftgewehr schießen konnten, war man bemüht, auch einmal im Jahr mit dem KK-Gewehr zu schießen. Einer Anregung im Jahre 1968 zufolge ist es dann gelungen hierfür den ehemaligen Militärschießstand auf dem Rodenbeck zu bekommen. Auf diesem sehr schön gelegenen, idyllischen Schießstand wurde bis zum Jahre 1988 alljährlich der Schützenkönig ausgeschossen und man verbrachte dort in kameradschaftlicher, geselliger Harmonie viele schöne Stunden.Die auch in unserem Kreisgebiet erfolgte Gebietsneuordnung bewegte uns dazu, dass wir uns im November 1978 dem Stadtschützenverband der Stadt Minden anschlossen.An die sportlichen Erfolge knüpfte im Jahre 1982 Karin Wächter an, als sie im Jubiläumsjahr 1982 Amtsschützenkönigin wurde.Ein Jahr später errang mit Jörg Päschke ein Mitglied des SV Hahlen die Würde des Amtsjugendkönigs im Amtsbund Hartum.Mitte der 80er Jahre begannen die Planungen und Gespräche um den Bau eines neuen Schießstandes für den Schützenverein Hahlen.In den bisherigen Räumen der Gaststätte „Zur Quelle“ Becker ist es zu dieser Zeit mit nur 3 LG-Bahnen zu eng.

Die ersten Kontakte mit der Stadt Minden werden diesbezüglich aufgenommen.In einer ersten Planung hat man den Keller der Sporthalle als Ausgangspunkt für einen Schießstand angenommen.1985 stellte der Verein dann im Amtsbund Hartum mit Hilde Schäkel die Amtskönigin und mit Antje Werner die Amtsjugendkönigin.Im Jahre 1986 errang mit Andreas Schieke erneut ein Hahler Schütze den Titel des Amtskönigs.1987 wurde dann der langersehnte Bau des Schießstandes in unmittelbarer Nähe zum Sportplatz in Hahlen begonnen. Im September 1989 erfolgte dann die Einweihung des Schützenhauses im Rahmen des Volksschützenfestes. Damit ging das Kapitel KK-Schießen auf dem ursprünglich britischen Schießstand am Petershäger Weg zu Ende.Der Bau des Schützenhauses war zweifelsohne einer der größten Höhepunkte im bisherigen Vereinsleben.Dafür gilt es noch heute Dank zu sagen und zwar all denjenigen, die dieses Projekt ermöglicht und durchgeführt haben.Im Jahre 1990 konnte der SV Hahlen erneut einen Amtskönig stellen, in diesem Jahr war es Thomas Rohlfing. Der letzte Amtskönig aus Hahlen wurde dann 1994 gestellt und hieß Lutz WestermannEbenfalls 1994 erfolgte dann der Austritt aus dem Amtsbund Hartum. Die Doppelbelastung durch die Mitgliedschaft in zwei Verbänden war zu groß geworden.

Leider hatte der Abwärtstrend auch andere Auswirkungen: kaum noch Jugendliche im Verein, die Beteiligung an den Schützenfesten wurde rückläufig.Aus dem Zeltfest wurde ein Fest im Dorfgemeinschaftshaus. 1998 und in den Folgejahren versuchten wir dann wieder ein Zeltfest zu etablieren, was aber ab dem Jahr 2002 wieder aufgegeben wurde. Seitdem feiern wir am Schützenhaus.Eine Ausnahme gab es 2003 mit der Ausrichtung des Kreis- und Stadtschützenfestes in Zusammenarbeit mit dem Schützenverein Minderheide und im Jahr 2007 anlässlich des Jubiläums zum 75-jährigen Bestehen.In den Folgejahren waren die Aktivitäten eher stagnierend, ehe es im Jahre 2013 zur Fusion mit der Schützengilde Sandtrift-Hahler-Strasse kam. Die Schützengilde löste sich zum 31.12.2012 auf und die Mitglieder traten fast ausnahmslos dem SV Hahlen bei.Diese Fusion löste einen Aufwärtstrend bei den schießsportlichen Aktivitäten aus. Mitglieder aus dem Jugendbereich aber auch aus dem Erwachsenenbereich nahmen an den Deutschen Meisterschaften in teil. Auch in den Rundenwettkämpfen und den Meisterschaften auf Kreis-, Bezirks- und Landesebene ist unser Vereinsname nun öfters vertreten.